Wir und unsere Weltreise
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Reisen vor d. Weltreise - BRD
Reisen nach der Weltreise
Aktuelle Reise




(Dieser Teil des Reisetagebuchs berichtet über die Länder Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzogowina, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Griechenland, Türkei, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan, Kasachstan, Russland, Mongolei, China, Laos, Kambodscha und endet mit der Einreise nach Thailand am 29.07.17)

Entgegen der ursprünglichen Planung sind wir wegen der Geburt eines weiteren Enkels und familiärer Feierlichkeiten in Bayern
sowie des günstigen Wetters bereits am 23.02. von zu Hause aufgebrochen ...


... und am 26.02.17 schon bis Bled am See in Slowenien gefahren.
Mit dem Anblick der Alpen im Februar von Süden war eine erste Hürde der Reise genommen.


In Kroatien ist das erste Ziel der bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als Teil des Österreichisch-Ungarischen Kaiserreiches angelegte mondäne Badeort Opatija (27.02.17).


Nach der Fahrt auf der dalmatinischen Küstenstraße bei teilweise starkem Regen und Sturm ist die Wanderung im Krka-Nationalpark bei blauem Himmel und Sonne eine Wohltat (01.03.17).


Nur wenige Kilometer entfernt besuchen wir die Altstadt von Sibenik mit der Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert (02.03.17).


Weiter südlich erreichen wir die in der Antike als griechische Kolonie gegründete und von den Römern ausgebaute Stadt Split, die zweitgrößte Stadt Kroatiens (03.03.17).


Auf der Fahrt nach Süden müssen wir den sogenannten nur ca. 5 km breiten zu Bosnien-Herzogowina gehörenden Neum-Korridor durchqueren, d.h. Ausreise aus der EU und kurze Zeit später Wiedereinreise nach Kroatien und damit der EU. Dieser heute mit vielen Problemen verbundene Korridor wurde bereits Ende des 17. Jahrhunderts als Puffer zwischen dem Osmanischen Reich und dem damals venezianischen Dalmatien vereinbart. Da dieser Küstenstreifen der einzige Zugang Bosnien-Herzogowinas zur Adria ist, drängen sich in dem Ort Neum Hotels und Ferienhäuser auf engstem Raum (04.03.17).


Ganz im Süden von Kroatien besuchen wir die 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte Stadt Dubrovnik, in der die Schäden des Kroatien-Krieges (1991 bis 1995) weitestgehend beseitigt sind (04./05.03.17).


Nach der Einreise nach Montenegro, das den EURO als Zahlungsmittel eingeführt hat, obwohl es nicht zur EU gehört, besuchen wir die 168 v. Chr. erstmals erwähnte (ebenfalls seit 1979 Weltkulturerbe) Stadt Kotor ...


... in der nach ihr benannten fjordähnlichen Kotor-Bucht, u.a. mit der Insel Sveti Djorde (06.03.17).


Nach einem Blick auf die Insel Aman Sveti Stefan ...


... verlassen wir die Küste endgültig und besuchen die wenig sehenswerte Hauptstadt von Montenegro - Podgorica (06.03.17).
Aufgrund sintflutartiger Regenfälle legen wir nach der Einreise nach Albanien kurz hinter der Grenze in Shkoder am Fuße der Burg Rozafa einen Ruhetag ein (07.03.17).


Bei zunächst wesentlich besserem Wetter setzen wir die Reise durch die Albanischen Alpen, wo der Niederschlag der letzten Nacht als Schnee herunter kam, in Richtung Mazedonien fort (08.03.17).


An der Grenze zwischen Albanien und Mazedonien werden wir vom albanischen Zöllner vor die Wahl gestellt, entweder das gesamte Wohnmobil wegen Rauschgiftsuche ausräumen und in ca. 2 Stunden durchsuchen zu lassen oder 50 € Schmiergeld. - Wir gaben 10 € und boten zusätzlich an, sich auf unserer Schriftwand verewigen zu dürfen. Dies wurde (als "Albania Nr. 1") dankend angenommen!


Unweit der Grenze genießen wir am ca. 700 m üb. NN liegenden Ohrid-See den Blick auf die eben überwundenen Albanischen Alpen, deren Gipfel noch schneebedeckt sind (08.03.17).


Nach dem problemlosen Grenzübertritt von Mazedonien nach Griechenland und damit wieder in die EU, fahren wir über Thessaloniki auf die Chaldiki-Halbinsel und legen direkt am Strand der Ägäis einen Ruhetag in den Orten Stratoni und Stavros ein (09./10.03.17).


Letzte Ziele in Griechenland sind Kavala mit seinem römischen Aquädukt und Alexandroupoli, dessen Wahrzeichen der Leuchtturm von 1880 ist (11.03.17).


Vorbei an langen Schlangen wartender LKW's auf beiden Seiten passieren wir die Grenze zwischen Griechenland und der Türkei. Beim türkischen Zoll müssen wir beide Fahrzeuge registrieren lassen, um bei der Ausreise keine Probleme zu bekommen. Außerdem eröffnen wir ein "Maut-Konto", von dem durch das Einscannen des Kennzeichens an den Kontrollstellen automatisch die jeweilige Streckenmaut abgebucht wird. Gegen Abend erreichen wir den Stellplatz in Istanbul unterhalb der "Blauen Moschee" direkt am Wasser des Bosporus (12.03.17).


Neben der Anfang des 17. Jahrhunderts fertiggestellten "Blauen Moschee" ...


... besuchen wir (leider erneut bei Regen) die in direkter Nachbarschaft befindliche Hagia Sophia.


Sie wurde als Kathedrale und Hauptkirche des Byzantinischen Reiches im Jahr 537 eröffnet und 1453 zur Hauptmoschee der Osmanen umgebaut (13.03.17).


Der 1890 eröffnete Bahnhof Istanbul Sirkeci war der Endpunkt des Orient-Expresses,


..., doch für uns geht die Reise über die 1973 für den Verkehr freigegebene Bosporus-Brücke auf der asiatischen Seite weiter (14.03.17).


Nach der kompletten Umfahrung des Marmara-Meeres und einem kurzen Stopp in Bursa genießen wir bei endlich wieder scheinender Sonne das Treiben in Canakkale an der hier nur 1,3 km breiten Meerenge der Dardanellen, die Europa und Asien trennt und das Marmara-Meer mit der Ägäis verbindet (15.03.17).


Nur etwa 30 km weiter südlich stehen wir vor und in den von Heinrich Schliemann im 19. Jahrhundert entdeckten Ruinen der 5.000 Jahre alten antiken Stadt Troja (16.03.17).


Über den bereits zur Bronzezeit besiedelten Ort Assos finden wir an der Talstation der Seilbahn zur Akropolis von Bergama einen schönen Platz für die Übernachtung (17.03.17).

An dieser Stelle möchten wir der heimischen Presse wiedersprechen:
- Die türkische Bevölkerung lässt sich weder von Herrn Erdogan noch von irgendwelchen anderen Politikern vorschreiben, wie sie zu leben hat - jeder lebt so, wie er es für richtig hält!
- Die Menschen in der Türkei hegen keinen Groll gegenüber Deutschen, im Gegenteil - wir wurden bisher überall herzlich empfangen.


Die Seilbahn bringt uns hinauf zu den Ruinen der antiken griechischen Stadt Pergamon, die im 3. und 2. Jahhrhundert v. Chr. Hauptstadt eines sich über große Teile des westlichen Kleinasiens erstreckenden Reiches war. Der "Große Altar"
(= Pergamonaltar) wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin rekonstruiert und wieder aufgebaut.


Der sonnige Tag klingt in dem Urlauberort Kusadasi an der Ägäisküste bei Blasmusik aus (18.03.17).


In der antiken Stadt Ephesos, die eines der 7 Weltwunder war und einst am Meer lag, schauen wir uns u.a. vom Großen Theater die einst zum Hafen führende Prachtstraße an (19.03.17).


Unser nächstes Ziel sind die über Jahrtausende entstandenen Kalksinterterrassen von Pamukkale, in denen seit einigen Jahren das Baden leider nicht mehr erlaubt ist (20.03.17).


Auf der E 87 (gehört die Türkei verkehrstechnisch schon zu Europa?) gelangen wir über den ca. 1.600 m von immernoch schneebedeckten Gipfeln umgebenen Pass nach Antalya, wo wir direkt am Hafen in der Altstadt einen schönen Parkplatz für 2 Nächte finden. Von hier sind es nur wenige Meter bis zu der hübschen Altstadt, mit dem Uhrturm und dem zur Yivli-Moschee gehörenden Minaret aus dem 13. Jahrhundert, dem Wahrzeichen der Stadt Antalya (21./22.03.17).


Nach einer Übernachtung im Hotel in Side (mit Wäsche-Service) fahren wir auf der Küstenstraße nach Anamur, wo wir uns die gut erhaltene Burg aus dem 12. Jahrhundert anschauen (23.03.17)


Wegen des Syrien-Konfliktes verlassen wir in Silifke die Küstenstraße und gelangen über den 1.650 m hohen Sertavul-Pass in das Hochland von Anatolien (24.03.17).


Von unserem Schlaf-Platz bei Konya geht es nach Göreme in Kappadokien. Dank der guten Hinweise des Besitzers des "Panorama-Camping" (Ahmet) unternehmen wir in den nächsten Tagen mehrere Ausflüge, u.a. auch mit dem Motorrad, in die von bizarren Felsformationen geprägte Region (25.-27.03.17).


Natürlich gehören die mit Sonnenaufgang startenden Ballons, deren Anzahl aufgrund mehrerer Unfälle seit 2016 auf 100 Stück begrenzt ist, dazu.


Etwa 60 km südlich von Göreme besuchen wir in Kappadokien noch das Tal von Soganli, wo sich aufgrund der Besiedlung durch byzantinische Mönche zahlreiche Kirchen befinden (28.03.17).


Auf der Fahrt zum Van-See im äußersten Osten der Türkei bieten sich im zwischen 1.000 und 2.000 m hohen anatolischen Hochland nur wenige Sehenswürdigkeiten. In Darende schauen wir uns den Wildwasserfluss Tohma Cayi an, ein Nebenfluss des Euphrat (29.03.17).


Nach einer (lauten) Nacht im Park von Malatya (30.03.17) blicken wir am nächsten Tag von der von den Urartäern errichteten Burg Harput auf das Tal von Elazig (31.03.17).


Einen letzten Zwischenstopp legen wir in einem Thermalbad bei Bingöl ein (01.04.17), bevor wir in Tatvan den Van-See erreichen. Unseren ursprünglichen Plan, mit der Fähre den See von Tatvan nach Van zu überqueren verwerfen wir beim Anblick der Fähren.


So hängen wir an die bisherige Tagesetappe (von ca. 200 km) nochmal 130 km an, die entlang der Südküste des Sees über den Kuskunkiran-Pass (2.234 m) führen. Nun haben wir uns einige Tage Chillen am Van-See verdient (02.04. bis 05.04.17).


Der Besuch der Insel Akdamar Adasi im Van-See gehört aber dazu. Von dem ehemaligen armenischen Kloster ist nur die 921 fertiggestellte Kirche erhalten, die trotz der Differenzen bezüglich der Nutzung zwischen der Türkei (Museum) und Armenien (Nutzung für Gottesdienste) von 2007 bis 2010 von beiden Ländern gemeinsam rekonstruiert wurde (04.04.17).


Nach der Besichtigung der fast 3.000 Jahre alten Burg der Stadt Van ...


... finden wir an einem Wasserfall bei Muradiye einen schönen Platz für die Nacht (05.04.17).


Wie auf dem Hinweisschild vor dem Berg der Berge, dem Ararat, zu lesen ist, nähern wir uns dem Iran.


Die letzte Nacht in der Türkei verbringen wir am Fuße des burgähnlichen Ishak-Pascha-Palastes (1784) eines osmanischen Emirs nahe der Stadt Dogubayazit, wo der Zustand der Straßen für Autofahrer die Hölle ist (06.04.17).


Am nächsten Tag überqueren wir die Grenze zum Iran. Entgegen aller Informationen und daraus resultierender Befürchtungen haben wir alle Formalitäten und Kontrollen in einer reichlichen Stunde erledigt. Es wurde weder das Gepäck nach Schweinefleisch und Alkohol (Einfuhr streng verboten) kontrolliert, noch nach einem amtsärztlichen Zeugnis für Johnnie gefragt (Vorzeigen des EU-Tierpasses reichte). Die Vorlage des Carnet de passages für beide Fahrzeuge war jedoch zwingend erforderlich. Die fehlende Versicherung für den Iran für das Motorrad erledigte sich mit der Unterschrift des Beamten auf unserer Schrifttafel. Auf der anderen Seite der Grenze warteten in der Gegenrichtung 100-te LKW's teilweise schon länger als eine Woche auf die Einreise in die Türkei.


Da wir an einem Freitag in die Islamische Republik Iran einreisen, teilen wir uns den parkähnlichen Rastplatz hinter Maku mit vielen Iranern, die in Zelten hier ihren freien Tag mit der ganzen Familie verbringen. Hier erleben wir erstmals die große Gastfreundlichkeit der Iraner, wir werden von mehreren Familien in ihre Runde eingeladen und erhalten kleine kulinarische Überraschungen (07.04.17).


Nach einem Besuch der Stadt Tabriz verabschieden wir uns vom Hochland (08.04.17) ...


Entlang der parallel zur Straße verlaufenden Grenze zu Aserbaidschan fahren wir (entgegen unserer eigentlichen Planung) für einige Tage an den Kaspi-See (Kaspisches Meer) und erholen uns in den Orten Astara und Anzali (09. bis 11.04.17). Hier beobachten wir interessiert, wie die Fischer mit alten Traktoren die nur mäßig gefüllten Netze einholen.


Wieder zurück im Hochland sehen wir in einem Park bei Qazvin, dass Vergnügungsparks auch hier im Iran Einzug halten (12.04.17).


Nach diesen etwas ruhigeren Tagen stürzen wir uns in das Abenteuer, mit dem Wohnmobil in das Zentrum der 14 Mill. Einwohner zählenden Hauptstadt des Iran - Teheran - zu fahren. Nur 500 m von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten finden wir an einem Park eine Parklücke für mey-hus. Zuerst schauen wir uns die Imam Chomeini Moschee an, in deren Innenhof wir durch enge Durchgänge gelangen.


Nach dem Besuch u.a. des Basars in der Altstadt besichtigen wir den Golestan-Palast, den ehemaligen Regierungspalast mit seinen vielen prächtigen Sälen.


Am Abend können wir uns auf einem Parkplatz in einem Erholungspark im Süden der Stadt nur wenig von den Strapazen der Stadt erholen, da es Donnerstagabend und damit der Beginn des Wochenendes ist (13.04.17).
Nördlich der größten Wüste des Iran, Dascht-e Kawir, setzen wir unsere Fahrt Richtung Osten fort und finden einen schönen Platz neben einer Moschee in der Stadt Garmsar. Kurz Zeit später sind wir von vielen Einheimischen umringt, die uns mit vielen kulinarischen Geschenken und Einladungen zu sich nach Hause erneut ihre große Gastfreundschaft beweisen (14.04.17).


Entlang des Elburs-Gebirges erreichen wir die Stadt Semnan mit dem um 1300 erbauten Darvazehe Arg/Stadttor (15.04.17).


Nach mehreren Tagen Fahrt entlang und durch die Salzwüste ist die Quell-Oase Chesmeh Ali nördlich von Damghan eine Erholung, was wir 2 Tage genießen (16./17.04.17).


Nach der Besichtigung des Moscheenkomplexes in Bastam ...


... und einer Karawanserei bei Mayamey übernachten wir am Rand der Salzwüste vor einer Moschee (18.04.17).
Das Verkehrschaos von Teheran noch vor Augen verzichten wir nach einem Stopp in Sabzevar (19.04.17) auf einen Besuch von Maschhad, der zweitgrößten Stadt des Iran. Stattdessen fahren wir über das Gebirge nach Quchan und finden einen schönen Platz am Yadak-Stausee (20.04.17).


Da unsere Einreise nach Turkmenistan auf den Tag (22.04.17) genau fixiert ist, übernachten wir noch einmal kurz vor der Grenze in Bajgiran (21.04.17) und blicken auf die relativ lange Zeit im Iran zurück:
- trotz des jahrelangen Boykotts durch die westliche Staatengemeinschaft, sind die Iraner sehr gastfreundlich
- der Islam prägt das Leben (z.B. kein Alkohol & Schweinefleisch und das Tragen eines Kopftuches ist für alle Frauen Pflicht), aber die Menschen sind weltoffen und akzeptieren andere Religionen
- die Städte und Sehenswürdigkeiten sind sehr gut von Straßen erschlossen; nach einem kurzen Smalltalk wurden uns auf den Autobahnen an den Zahlstellen die Maut komplett erlassen
- nervig sind die in den Städten zur Geschwindigkeitsreduzierung in großer Zahl eingebauten Buckel; die dadurch kaputt gehenden Fahrzeuge können aber sofort in einer der hunderten Autowerkstätten entlang der Ein- und Ausfallstraßen repariert werden
- da private PKW mit Dieselantrieb nicht zugelassen werden, müssen Ausländer an der Grenze entweder für ca. 100 $ eine Dieselkarte kaufen oder an den wenigen Diesel verkaufenden Tankstellen den doppelte Preis bezahlen; bei einem Grundpreis von 0,09 €/Liter Diesel spielt das aber keine Rolle

Nach einer ca. 3-stündigen Prozedur können wir nach Turmenistan einreisen. Das Problem war, dass wir für das als LKW eingestufte Wohnmobil und das Motorrad entsprechend der geplanten Route Straßenbenutzungsgebühren bezahlen sollten. Mit Unterstützung des uns an der Grenze erwartenden Guides Maisa konnte der Betrag nach langer Diskussion halbiert werden. Für Einheimische sind die Straßen ebenso gebührenfrei, wie Strom, Wasser und Gas. Dafür gibt es keine sozialen Netzwerke und Internetzugänge gibt es nur wenige und langsame.
Bei der Fahrt vom Gebirge in die Ebene der Karakum-Wüste ist die sog. "Weiße Stadt" Ashgabad schon weithin sichtbar;  per Gesetz dürfen Autos in der Stadt nur im sauberen Zustand benutzt werden. Die modernen Sehenswürdigkeiten der Stadt werden uns in den nächsten 2 Tagen von der netten Maisa gezeigt und erklärt. So u.a. der Hochzeitspalast, in dessen Kugel sich ein Saal für 500 und einer für 1.000 Personen befinden. (22./23.04.17)


Etwa 400 km weiter östlich stoppen wir in Mary und lassen uns von Maisa die Ruinen der über 4.000 Jahre alten Stadt Merv und das rekonstruierte Mausoleum von Sultan Sandschar erläutern (24.04.17).


Nach weiteren ca. 400 km verabschieden wir uns von der netten Maisa und reisen nach einer diesmal 4-stündigen schikanösen Kontrolle nach Usbekistan ein. Diesmal wollten die "Beamten" 400 $ (Schmiergeld) für die Bearbeitung. Irgendwann gaben sie nach unserer hartnäckigen Weigerung ihre Forderung auf. Ohnehin entnervt und wegen der sehr schlechten Straßen beenden wir an diesem Tag kurz hinter der Grenze die Fahrt (25.04.17).

Von unserem Stellplatz in der Altstadt können wir alle Sehenswürdigkeiten von Buchara zu Fuß erreichen, wie das Kalon Minaret & Moschee (re.) und das Miri Arab Madrassah (li.) (26./27.04.17)


In Samarkand läßt uns der selbsternannte Parkwächter direkt vor dem Guri-Emir-Mausoleum parken & übernachten (28.04.17).


Von hier ist es auch nicht weit bis zum Moscheen-Komplex am Resistan-Platz.


Wegen der schlechten Straßen erreichen wir erst am späten Nachmittag Taschkent. Neben der modernen und grünen Innenstadt und dem Moscheen-Komplex ist diesmal die katholische Kirche in dem islamisch geprägten Land für uns von besonderem Interesse (29.04.17).


Bei der Ausreise von Usbekistan setzen die Zöllner die Schikanen von der Einreise fort und wollen fast alle Fächer ausräumen. Erst das Angebot an die weibliche Chefin, auf unserer Außenwand zu unterschreiben (was dankend angenommen wird), beendet das "Treiben". Die Einreise nach Kasachstan verläuft dagegen relativ problemlos und die Deklarationen gelten wegen der Zollunion nun auch für Kirgistan und Russland.
Noch schlimmer ergeht es aber den hunderten Gastarbeitern, die teilweise länger als einen Tag auf ihre Ausreise warten.


Entlang des Tienschan-Gebirges fahren wir weiter Richtung Osten und erreichern nach 2 Übernachtungen (30.04./01.05.17) ...


... kurz hinter Merke die Grenze zu Kirgistan, die wir nach weniger als einer Stunde passieren. Nach den schlechten Straßen bis und in Bischkek (ehem. Frunse) entspannen und wandern wir im Nationalpark Ala Archa (02./03.05.17).


Von Bischkek (600 m üb. NN) begleitet uns die Eisenbahn und der Fluß Chüy durch das Tienschan-Gebirge bis zum Issyl-Kul-See, dem zweitgrößten Hochgebirgsee der Welt (1.600 m üb. NN), wo wir mit einem gecharterten Boot von Cholpon-Ata aus eine Rundfahrt unternehmen (04.05.-06.05.17).


Auf dem gleichen Weg wieder zurück in Bischkek übernachten wir an einem See im Norden der Stadt (07.05.17), bevor wir von Kirgistan in weniger als einer Stunde erneut nach Kasachstan einreisen.
Nach der Besichtigung der modernen, früheren (bis 1997) Hauptstadt Almaty (Alma-Ata), finden wir in dem Nationalpark am Ozemaya River im Süden der Stadt, umgeben von schneebedeckten Bergen, beim Wandern Erholung (08.05.17).


Von Almaty legen wir ca. 1.500 km auf teilweise katastrophalen Straßen durch die kasachische Steppe bis zur russischen Grenze zurück.


Nach Stopps
- in der modernen Stadt Taldykorgan westlich des Alatau-Gebirges am Fluß Karatal (09.05.17)
-
bei Usharal am Fluß Tentek (10.05.17)
- dem Gasthaus & "Kemping zum Hirschen" nach Arshali (11.05.17)
erreichen wir die Stadt Semey am Irtych, das frühere Semipalatinsk. Ein Denkmal erinnert an die in der Nähe von 1949 bis 1991 durchgeführten Atomwaffentests der Sowjetunion, durch die es noch heute zu unzähligen Fehlgeburten und Neugeborenen mit Behinderungen kommt (12./13.05.17).


Etwa 100 km nördlich passieren wir die Grenze zwischen Kasachstan und Russland in knapp 2 Stunden, verlagern unseren in Rubtsovsk geplanten Stellplatz wegen des schlimmen Zustands der Stadt und ihrer Straßen ca. 50 km weiter nördlich auf einen Rastplatz (14.05.17).
So bleiben uns nur noch etwa 150 km bis Barnaul, wo noch viele von Stalin von der Wolga hierher vertriebene Russlanddeutsche leben. In dem daher mit deutscher Hilfe hier eingerichteten Russisch-Deutschem-Haus finden wir im Hof unseren Platz für die Nacht (15.05.17).



Nach einem Spaziergang durch die alte und neue Bauwerke verbindende Stadt am Ob fahren wir an diesem weiter nach Novosibirsk, der drittgrößten Stadt Russlands; hier werden wir am nächsten Morgen von Väterchen Frost begrüßt (16./17.05.17).


Die Stadt entstand durch den Bau der Brücke für die transsibirische Eisenbahn über den Ob am Ende des 19. Jahrhunderts.


Entlang der Transsib begeben wir uns nun auf die fast 2.000 km lange Fahrt durch Sibirien nach Irkutsk und den Baikal (bei der Aufnahme des Schildes waren schon ca. 600 km absolviert).


Nach einem Stopp in Kemerowo (18.05.17) erreichen wir Krasnojarsk am Jenissei, wo uns bei einer 4-stündigen Wanderung durch den Stolby-Nationalpark vieles an unsere heimische Sächsische Schweiz erinnert (19./20.05.17).


Für die nächsten Übernachtungen haben wir uns Plätze an Flüssen in der Nähe von Städten wie Taischet gesucht. Die Stadt mit ihrem rekonstruierten Bahnhof der Transsib hat als zentraler Punkt für die Gulags in Sibirien traurige Berühmtheit erlangt; aber von hier traten auch die letzten deutschen Kriegsgefangenen 1955 den Weg in die Heimat an (21.05.17).


Entspannung von den täglichen Etappen von 400 bis 500 km (teilweise schlechter) Landstraße u.a. an der Oka bei Zima (22.05.17).


Schließlich erreichen wir Irkutsk, das Paris Sibiriens, und schauen uns bei einem Stadtbummel die zahlreichen historischen Bauten an; die Erlöser-Kirche von 1723 ist das älteste Baudenkmal in der Kirchenarchitektur der Stadt. Nach den (Fahr-) Strapazen der letzten Tage gönnen wir uns 2 Tage Ruhe in einem Hotel an der Angara, dem einzigen Abfluss des Baikal-Sees (23./24.05.17).
Der Zeitunterschied von hier, der Irkutsker Zeit, nach Hause beträgt 6 Stunden, d.h. 1/4 der Weltumrundung ist erreicht!


Anschließend verbringen wir eine Woche am Baikal-See. Zunächst stehen wir am Nordwest-Ufer im bekanntesten Urlauberort Listvjanka direkt am Strand neben einem der hier üblichen Luftkissenboote (25./26.0517).


Vom Platz am südwestlichsten Punkt des Baikal-Sees in Kultuk unternehmen wir eine Wanderung parallel zu der von 1902 bis 1904 als Teil der Transsib gebauten Baikal-Bahn (27./28.05.17).


Nach einem Stopp in dem seit 1977 angelegten alpinen Skigebiet in Baikalsk ...


... finden wir am Strand des Südost-Ufers einen schönen Platz in dem Fischerdorf Posolskoje vor dem Kloster mit der ältesten orthodoxen Kirche in Transbaikalien (29.05.17).


Aber spätestens am Tempel Rinpoche Bagsha in Ulan-Ude (mit Panoramablick) wird deutlich, dass wir den Bereich der russisch-orthodoxen Kirche verlassen und ab hier der Buddhismus vorherrscht (30.05.17).


Nach jeweils einer Stunde auf russischer und mongolischer Seite haben wir auch die Grenze zwischen diesen beiden Ländern passiert und finden im Tal der Selenge (bei Shaamar) einen Platz in der Natur zum Abbau des Grenzstresses (31.05.17).


Aufgrund der schlechten Wege (keine Straßen) verwerfen wir nach ca. 10 km (von 35 km) unseren Plan, das Kloster Amarbayasgalant zu besuchen, ...


... kehren um, übernachten bei Bayangol (01.06.17) und genießen die beruhigende Landschaft auf dem Weg nach Ulan-Bator, ...


... wo wir auf dem Parkplatz des Hotels "Edelweiß" übernachten dürfen (02.06.17).

Im Anschluss an die Besichtigung von Ulan Bator, der kältesten Hauptstadt der Welt, mit dem allgegenwärtigen Dschingis Khan, wie z.B. vor dem Nationalmuseum ...


... erholen wir uns im Bogd-Khan-Resort und blicken auf die ca. 8 km entfernte Stadt (03./04.06.17).


Nach dem Stress der 2-stündigen Diskussion bei der Visa-Beantragung an der chinesischen Botschaft (da in der Einladung des Reisebegleiters nicht stand, dass wir mit dem Wohnmobil durch China und anschließend nach Vietnam reisen, wollten sie unbedingt unsere Tickets für die Ausreise sehen/05.06.17), genießen wir die Wartezeit bis zur Abholung der Pässe u.a. am "Turtle-Rock" (Schildkrötenfelsen) im Terelj-Nationalpark (05./06.06.17).


Wieder zurück in Ulan-Bator erhalten wir vom amtlichen Tierarzt nach Sichtung des EU-Heimtierausweises, der Kontrolle des implantierten Chips, einer kurzen Untersuchung und der Verabreichung verschiedener Medikamente das Zertifikat für die Einreise von Johnnie und am Nachmittag endlich auch unsere Pässe mit den Visa für China. Im Hotel "Edelweiß" werden wir wieder freundlich empfangen und erhalten nach dem anstrengenden Tag erneut die Genehmigung zur Übernachtung auf dem Parkplatz des Hotels (07.06.17).
So brechen wir gut gerüstet auf zu der ca. 800 km langen Durchquerung des mongolischen Teils der Wüste Gobi. Die erste Etappe führt uns bis Choir, wo gerade der 60. Jahrestag der Eröffnung des Bahnhofs an der transmongolischen Bahnstrecke gefeiert wurde und wir einen Platz direkt in der Gobi wählen (08.06.17).


Die nächste Etappe lassen wir auf einem Hügel oberhalb von Sainshand enden, wo wir Besuch vom mongolischen Präsidenten bekommen (siehe Wandtafel/09.06.17).


Im Grenzort Zamiin Uud kommen wir gegenüber der Planung einen Tag eher an und ziehen in einer Gaststätte am Hauptplatz (10./11.06.17) ...


... das folgende Fazit zur Mongolei:
- nach der von 1924 bis 1991 herrschenden sozialistischen Diktatur mit starker Anbindung an die Sowjetunion wurde bisher der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft nicht geschafft
- etwa 1/3 der Menschen leben in Armut
- es gibt leider keinen Respekt vor dem Eigentum anderer Menschen
- ob z.B. an der Haltestelle, an der Kasse, an der Ampel oder dem Schalter an der Grenze, Vordrängeln mit ganzem Körpereinsatz ist normal
- Auto fahren die Mongolen so, wie sie sich seit Jahren reitend auf dem Rücken der Pferde fortbewegten; eng neben einander und nur nach vorne schauend, schließlich hatten Pferde auch keine Rückspiegel
- die Arbeitsmoral ist in fast allen Berufen sehr niedrig
- Müll wird nicht in die Mülltonne, sondern in die Landschaft geworfen; ist letztlich auch egal, da die Mülltonnen nicht oder nur selten geleert werden


Nach einer nicht nachvollziehbaren bürokratischen Prozedur auf der mongolischen Seite haben wir nach 2 Stunden China und das "Dorf" (hiesige Bezeichnung für einen Ort mit 60.000 Einwohnern) Erenhot erreicht und werden von den Beamten und dem uns einen Monat lang begleitenden Guide Yong Zhan freundlich begrüßt.


Mit Ausnahme der chinesischen Straßenzulassung für das Wohnmobil (Kennzeichen) und der Erlangung des chinesischen Führerscheins war die Einreise innerhalb von 40 Minuten erledigt. Das in Ulan Bator beschaffte Zertifikat für die Einfuhr von Johnnie hätten wir uns sparen können, eine Streicheleinheit für den Hund und eine Dusche für das Wohnmobil mit Desinfektionsmittel an der Quarantäne-Station war alles. Da neben dem genannten noch einiges zu beschaffen ist, beziehen wir für 2 Tage ein Zimmer in einem Hotel in der Stadt (12./13.06.17)


Ausgerüstet mit chinesischen Führerscheinen und einer Zulassung von Mey-Hus für China bewältigen wir auf einer sehr guten, aber mautpflichtigen (wie alle in China) Autobahn die restlichen ca. 400 km der Wüste Gobi und finden am Stausee Cha'er einen schönen Platz (13.06.17).


Mit den, beim ersten Einkauf in einem Supermarkt in China, aufgefüllten Vorräten fahren wir Richtung Peking und dürfen uns dank des freundlichen Besitzers 2 Nächte vor das Gästehaus Gu cheng xi she stellen. Nach einem abendlichen Bummel durch die Altstadt von Cha dao unternehmen wir (am 16.06.) gemeinsam mit unserem netten Guide Yong eine Wanderung auf der Großen Mauer (15./16.06.17).


Auf der Fahrt nach Peking schauen wir uns noch die Grabanlagen bei Changling an, wo 13 der 16 Kaiser der Ming-Dynastie bestattet sind. Das Grab des 48 Jahre lang regierenden Kaisers Dingling befindet sich als einziges (27 m) unter der Erde.


Vom Stellplatz an der Station "Life Science Park" erreichen wir nach ca. 1,5 Stunden U-Bahnfahrt den Tien-anmen - Platz im Zentrum der 22 Millionen-Stadt Peking, von wo es nur ca. 100 m bis zur "Verbotenen Stadt" sind, dem Wohnsitz der chinesischen Kaiser (im Wesentlichen entstanden in der Ming-Zeit).


Um den erneuten Stress der auch am Sonntag überfüllten U-Bahn zu vermeiden, fahren wir mit der Taxe (für umgerechnet 3 €) zu der ca. 10 km entfernten Anlage des Himmelstempels. Er wurde ebenfalls in der Ming-Dynastie gebaut, um dem Himmel zu opfern und zu beten. (Peking 17./18.06.17)


Nach mehreren vergeblichen Versuchen in einigen Werkstätten in Peking am Vormiitag die defekte Klimaanlage von mey-hus reparieren zu lassen, erholen wir uns am Rest des Tages vom Pekinger Großstadtverkehr am Guanting-Stausee (19.06.17).
In der Stadt Datong besichtigen wir die von einer über 20 km langen Stadtmauer umgebene Altstadt, die zur Zeit mit hohem finanziellen Aufwand zunächst abgerissen und danach wieder originalgetreu aufgebaut wird.


Die Nacht verbringen wir am Fuße des an über 100 m hohen Bergen vor ca. 1.400 Jahren erbauten "Hängenden Klosters" (20.06.17). Am nächsten Morgen steigen wir (vor der Ankunft der Touristenmassen) hinauf zu der atemberaubenden Konstruktion und bestaunen das den Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus vereinende Kloster.


Wir setzen die Fahrt Richtung Süden fort und erleben nach dem Besuch der sog. Twin-Pagoden (1597 und 1612 erb.) in Taiyuan am Abend die Liebe der Chinesen zum gemeinsamen Singen und Tanzen in dem Park neben unserem Stellplatz (21.06.17).


Eine weitere Pagode befindet sich in der Tempelanlage von Jinci mit einer langen Geschichte, die bis in das 11. Jh. v. Chr. zurück geht.


Den Tag lassen wir in der nur wenige Meter von unserem Stellplatz entfernten Altstadt von Pingyao ausklingen (22.06.17).


In Yuncheng besuchen wir den aus der Qing-Dynastie (ab 1612) stammenden Guandi Tempel.


Unseren in den letzten 3 Wochen durch Wüste und Smog arg zugesetzten Bronchien lassen wir es  am Toten Meer Chinas bei Yuncheng gut gehen (23.06.17).


Die von Bauern beim Bau eines neuen Brunnens zufällig entdeckte, 2.200 Jahre alte Grabanlage des ersten Kaisers von China bei Lintong gehört als sog. Terrakotta-Armee zum Weltkulturerbe.


Da es wieder einmal Zeit wird für große Wäsche und Großreinigung, gönnen wir uns 2 Tage im Hotel TZL im Zentrum der 13,5 Millionen-Stadt Xian und bewundern am Abend gemeinsam mit tausenden Einwohnern und Gästen die von Musik begleiteten Wasserspiele vor der "Wildgans-Pagode" (24./25.06.17).


Nach einem Spaziergang durch den die Pagode umgebenden Park fahren wir am Nachmittag mit der Metro in die Altstadt von Xian mit den geschäftigen Gassen und dem Trommel- und Glockenturm (Bild).


Nahe der Stadt Shiyan steigen wir, nach zunächst fast einer Stunde Fahrt mit dem Bus in den WudangShan-Nationalpark (gesperrt für Individualverkehr) und 5 Minuten mit der Seilbahn, hinauf zu dem auf dem Gipfel des mit 1.612 m höchsten Berges gebauten daoistischen Tempel (26.06.17).


Neben der Staumauer des 3-Schluchten-Staudamms, mit einer Höhe von 185 m und einer Länge von 3.035 m die größte der Welt, finden wir einen schönen Platz mit Blick auf den über 600 km langen Stausee. Mit dem Schiff unternehmen wir einen mehrstündigen Ausflug auf dem landschaftlich schönen, für die chinesische Wirtschaft sehr wichtigen, aber sehr umstrittenen Stausee (27.06.17).


In Batong am Yangtse (etwa 200 km von der Staumauer) finden wir in der an die beiden Hänge gebauten Stadt endlich eine Werkstatt, die unsere defekte Klimaanlage repariert (28.06.17).
(Anmerkung: Trotz mehrfacher Anrufe und e-Mails beim (uns von Dometic-Deutschland benannten) Kundendienst-Partner von Dometic in China/Hongkong wurde uns von dort keine Fachwerkstatt benannt; die auf der Website aufgeführten Service-Betriebe gab es nicht oder sie lehnten eine Reparatur ab. So kann eine weltweit agierende Firma nicht mit ihren Kunden umgehen!)


Nach der bis in den Nachmittag dauernden Reparatur und einem ca. 2-stündigen Stau (wegen einer sich in einen vor uns liegenden Autobahntunnel ergießenden Schlammlawine) brechen wir in FengJie am Jangtse (ca. 400 km von Staumauer) die Fahrt ab (29.06.17).
Am Ende des Stausees liegt Chongqin, die mit 33 Mill. Einwohnern größte Stadt der Welt. Im Zentrum der Stadt werden wir von unserem chinesischen Begleiter Yong zum Feuertopf-Essen eingeladen, einer Spezialität der Stadt. Mit der Schärfe des Essens noch im Mund schauen wir uns das moderne Zentrum und die rekonstruierte Altstadt am Jangtse an (30.06.17).


Da trotz der hohen Einwohnerzahl der Verkehr sehr geordnet abläuft, finden wir schnell wieder hinaus und fahren nach Dazu. In unmittelbarer Nähe befinden sich in Baodingshan (Bild) und Beishan in Höhlen Skulpturen und Felsbilder mit Themen aus dem Buddhismus, dem Taoismus und dem Konfuzianismus aus dem 9. bis 13. Jahrhundert (01.07.17).


Nach einem Stopp in Guiyang mit einer Wanderung durch den Wet-Land-Park (02.07.17) genießen wir in der Nähe von Anshun einen Tag in der Berg- und Flußlandschaft von Huangguoshu u.a. mit dem Abstieg zu dem mit 77 m Höhe und 81 m Breite größten Wasserfall Chinas (03.07.17).


Auf der Fahrt nach Kunming überqueren wir auf der Autobahn Hangzhou-Ruili die 2016 eröffnete Beipanjiang-Brücke, die mit 565 m höchste Brücke der Welt (Länge 1341 m). In Kunming beantragen wir in den jeweiligen Konsulaten die Visa für Kambodscha und Thailand. Die Wartezeit genießen wir in einem Hotel am Dianchi-See (04./05.07.17). Bei einem Spaziergang entlang des Sees entdecken wir einen Händler für chinesische Wohnmobile (Preis des rechten Fahrzeuges 508.000 Juan/72.000 €).


Mit den Visa für Kambodscha und Thailand in der Tasche überqueren wir auf der Fahrt Richtung Süden die 2001 eröffnete und mit 297 m bis zum Jahr 2003 höchste Brücke der Welt und übernachten in der nahen Stadt Lijiang in einem Park (06.06.17).


Leider wird der Nationalpark bei Yexianggu seinem Namen "Tal der wilden Elefanten" nicht gerecht, wir bekommen nur abgerichtete Elefanten, Affen und exotische Vögel zu sehen. Deswegen haben wir auch keine Bedenken und stellen unser Wohnmobil entgegen der offiziellen Warnungen für die Nacht in das Tal (07.07.17).


In Mohan endet unsere 4-wöchige Tour durch China. Diese Zeit wurde, auch durch den Begleiter Yong, zu einem der schönsten Abschnitte unserer Reise (11.07.17).


Aufgrund einer Blockade durch LKW-Fahrer reisen wir trotz zügiger Abfertigung und unproblematischer Erteilung der Visa erst nach ca. 4 Stunden nach Laos ein.
(Ein chinesischer LKW-Fahrer war wegen, ohne sein Wissen von Schmugglern, im LKW versteckten Drogen festgenommen worden. Seine Kollegen erwirkten durch eine vollständige Blockade der Straße auf laotischer Seite, d.h. die chinesische Polizei hatte keine Zugriffsmöglichkeit, nach mehrstündigen Verhandlungen die Freilassung!)
Dadurch erreichen wir nach mehr als 300 km Fahrt über enge und regennasse Gebirgsstraßen nicht vor Einbruch der Dunkelheit das erste Ziel in Laos, Luang Prabang am Mekong (09.07.17).
Am Vormittag besichtigen wir dort die historische Altstadt mit ihren zahlreichen Tempeln und Stupas.


Anschließend erholen wir uns 2 Tage von den Anstrengungen der letzten Zeit an den etwa 30 km südlich gelegenen Wasserfällen von Kouang Xi im tropischen Regenwald (10./11.07.17).


Nach dem abendlichen Abschied von der von vielen Touristen aus aller Welt besuchten Stadt Luang Prabang steht auch bei dem nächsten Ziel Chillen im Vordergrund. In ThaHeua finden wir im Sanctuary-Beach-Resort einen schönen Platz an dem 1984 fertiggestellten NamNgum-Stausee (12./13.07.17).


Der Aufenthalt in der Hauptstadt Vientiane beschränkt sich auf einen fälligen Großeinkauf und den Besuch der wenigen Sehenswürdigkeiten, u.a. den Patuxai, der in den 1960er Jahren errichtete Triumphbogen als Denkmal für die 1949 erlangte Unabhängigkeit von Frankreich.


Die in den Karten verzeichneten Besucherzentren und Zufahrtsstraßen zu den wilden Elefanten und Wasserfällen bei BanNa existieren nicht mehr bzw. sind unbefahrbar. Ein Motel bietet uns aber einen kostenlosen Platz an (14.07.17).

Nach der Ankunft an einem buddhistischen Heiligtum an den Stromschnellen des Mekong bei Veunthad haben wir keine Zeit für deren Besichtigung, sondern versinken in dem durch den starken Regen aufgeweichtem Boden. Ein Herausziehen wäre sicherlich mit größeren Schäden verbunden gewesen, da viele Teile an der Unterseite, wie die Hinterachse, mit eingesunken sind. Nach stundenlangem Anheben des Womos mit Wagenhebern um ca. 20 cm und dem Unterbauen von Steinen, Brettern und Unterlegplatten konnten gegen Mitternacht endlich alle Teile freigelegt werden und ein weiteres Einsinken verhindert werden; an ein Herausfahren aus eigener Kraft war jedoch nicht zu denken (15.07.17).


Da das "SCHLAMMassel" ausgerechnet an einer religiösen Stelle passierte, glaubten wir schon an eine Bestrafung der Ungläubigen. Das Gegenteil passierte: Am nächsten Morgen klopfte eine buddhistische Nonne an die Türe von mey-hus und kündigte einen Traktor zum Herausziehen an; mit dem 1. Versuch hatten wir ohne Schäden am Fahrzeug wieder festen Boden unter den Rädern.
Entlang des Mekongs, der hier die Grenze zu Thailand bildet, fahren wir weiter nach Süden. In ViengKhan verlassen wir kurzzeitig die Hauptmagistrale von Laos (S13) und biegen auf die Transitstraße nach Vietnam (N8) ab. Die im Grenzgebirge, dem "Limestone-Forest" (Kalkstein-Wald), vorgesehenen Wanderungen fallen wegen unwetterartigem Regen leider ins Wasser (16./17.07.17).


Da durch die starken Regenfälle viele Straßen unpassierbar geworden sind und sich die Wanderwege eher zum Schwimmen eignen, brechen wir den Aufenthalt im Gebirge ab und fahren nach Thakhek. Im Hotel "Riviera" direkt am Mekong wird uns vom sehr netten Personal ein kostenloser Parkplatz angeboten. Neben einer in dieser Region nicht erwarteten katholischen Kirche gibt es in der Altstadt noch einige Häuser im französischen Baustil aus der Kolonialzeit, leider teilweise in einem erbärmlichen Zustand (18./19.07.17).


Etwa 40 km östlich der Stadt Pakse befindet sich inmitten des tropischen Regenwaldes der mit 120 m größte Wasserfall von Laos. Da er meist durch Regenschleier oder seine Gischt nicht oder nur teilweise zu sehen ist, bleiben wir 2 Tage und versuchen, einige günstige Momente abzupassen (20./21.07.17).


Etwa 300 km südlich befindet sich ein weiterer Wasserfall, der Khone Phapheng:
Auf einer Breite von mehr als 10 Kilometern fällt der Mekong in Kaskaden über 21 Meter ab. Damit ist er der breiteste Wasserfall der Welt (22.07.17).


Das Passieren der Grenze zwischen Laos und Kambodscha dauerte nur 1 1/2 Stunden, obwohl das Verwechseln des Ein- und Ausreiseformulars im Carnet de passage durch den verantwortlichen Offizier zu Verzögerungen führte.
Beim langsamen Fahren über den Asien-Highway Nr. 11, der zu 50 % aus Laterit (roter Ton), Schotter und Schlamm besteht, denken wir über die letzten 2 Wochen in Laos nach.
Landschaftlich hat das Land sehr viel zu bieten und zieht damit viele Touristen, meist Rucksacktouristen, aus aller Welt an. ABER:
Mit welchem Recht bringen sog. Politiker die meisten Menschen des Landes um ein vernünftiges Leben. Über 50 % sind Analphabeten, über 90 % leben in Hütten und in Armut. Obwohl ein sozialistisches Regime das Land seit Jahren regiert, gibt es keine Sozialsysteme und keinen sozialen Wohnungsbau; Arbeitslosigkeit wird durch die Besetzung eines Arbeitsplatzes mit 4 bis 5 Personen verschleiert. Die Menschen haben sich jedoch mit ihrem Schicksal abgefunden und tun nur das absolut Nötigste. Die fehlende Bildung und die Faulheit waren erschreckend!

In Kratie erreichen wir wieder den Mekong, auf dem wir mit einem Boot zu einem der 9 im Mekong existierenden Pools mit den Fluß-Delphinen fahren. Hier bei Kampi leben etwa 20 von den vom Aussterben bedrohten Tieren. Viele davon konnten wir beobachten, das Fotografieren ist jedoch sehr schwierig; sie springen nicht (wie ihre Artgenossen im Meer) aus dem Wasser, sondern tauchen nur kurz zum Ein- und Ausatmen auf (23.07.17).


In KampongCham, der drittgrößten Stadt Kambodschas, dürfen wir uns auf den Parkplatz des Hotels "7 Makara" neben den Pool stellen. Leider wurde die größte Bambus-Brücke der Welt Opfer der Mekong-Fluten, sodass wir uns nur den Angkor Tempel Nokor Wat aus dem 11. Jahrhundert anschauen (24./25.07.17).


Dieser Tempel war die Einstimmung auf die bei SiemReap befindlichen und wesentlich größeren Tempel von AngkorWat (12. Jh.) ...


... und AngkorThom (Anfang 13. Jh.), die wir von unserem Platz an einer hübschen Gaststätte am See mit dem Tuktuk erreichen (26./27.07.17).


Trotz aller Warnungen im Vorfeld, dass im Moment die Einreise mit einem Wohnmobil nach Thailand unmöglich ist, versuchen wir es an dem großen internationalen Grenzübergang in PoiPet. Die Ausreise aus Kambodscha inklusive der Stempel ging sehr schnell. Zu der hohen Anzahl an PKW und LKW kommen noch unzählige voll bepackte Karren der Händler, die mit der offenen Übergabe der Bestechungsgelder nicht kontrolliert werden. Zu allem Überfluß erfolgt in dem Verkehrschaos noch der Wechsel von Rechts- auf Linksverkehr. Wir werden sofort gestoppt und darauf hingewiesen, dass wir eine Genehmigung mind. 10 Tage vor der Einreise in Thailand beantragen müssen und die Zustimmung fraglich ist. Eine Klärung des Problems mit Geld war nicht möglich! Nach dem Wenden zurück nach Kambodscha hatten wir das nächste Problem: Wir seien ausgereist und benötigen neue Visa. Nach langer Diskussion werden unsere Ausreisestempel annuliert.
Bei dieser Gelegenheit erklärt uns der Offizier, dass es südlich von PoiPet mehrere kleine Grenzübergänge gibt, einer davon würde sich besonders gut bei der Lösung unseres Problems eignen, da die Fahrzeuge auf einem Parkplatz außerhalb der Sichtweite des Zolls abgestellt werden können und die Beamten ihr klimatisiertes Büro nicht verlassen.
Nicht so richtig an diese Möglichkeit glaubend fahren wir zu einem ca. 10 km von der Grenze entfernten internationalen Tourismusbüro, in der Hoffnung auf Hilfe; die Hoffnung stirbt bereits an den mangelnden englischen Sprachkenntnissen. Vollkommen deprimiert verbringen wir auf dem Parkplatz vor dem Büro eine schlaflose Nacht (28.07.17).
Am Morgen brechen wir wenig hoffnungsvoll zu dem besagten Übergang auf und stellen unser Wohnmobil für den Zollbeamten nicht sichtbar ab. Dem älteren und bequemen Offizier legen wir zahlreiche vorbereitete Dokumente vor und überzeugen ihn von der Vollständigkeit der Papiere. In Ermanglung des mit der Genehmigung vorzulegenden Formulars trägt er schließlich die Einfuhrgenehmigung in unsere internationale Zulassung ein und stempelt sie amtlich ab. Da es an dieser Grenze auch keine weiteren Kontrollen gibt steigen wir ein und verlassen sehr zügig den Grenzbereich in Richtung Thailand!
(Anm.: Um den Offizier nicht in Schwierigkeiten zu bringen und diese Möglichkeit der Grenzüberschreitung nach Thailand mit dem Womo weiter offen zu lassen, nennen wir hier keine weitere Details. Andere Reisende können uns gerne per eMail anfragen!)


"Im Alter ist der Körper umso gesünder, je mehr sich der Kopf Ziele für ihn gesetzt hat" (Thomas Meyer)